Ansichtssache: August

Shownotes

Was hat Hamburg im August bewegt? In der ersten Folge von „Ansichtssache Hamburg“ blicken Amelie Deuflhard von Kampnagel und Daniel Schütter vom Ernst Deutsch Theater auf die Themen zurück, über die in der Stadt diskutiert und gestritten wurde.

Es geht um den Tod von Klaus-Michael Kühne und sein Vermächtnis für Hamburg, die neue Sternbrücke und ihre Folgen für Stadtbild und Clubkultur, den Abriss an der Holstenstraße sowie die Frage, ob der FC St. Pauli eine neue Stadionhymne per Abstimmung zur Tradition machen kann. Außerdem: 25 Jahre Miniatur Wunderland.

Im Hamburg-Knigge wird es persönlicher: Muss man jeden Nachbarn grüßen, darf man zu zehnt getrennt zahlen – und wo gibt es eigentlich das beste Franzbrötchen Hamburgs?

Deuflhard & Schütter sagen, was Sache ist.

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00:00:08: Liebe Amelie und lieber Daniel, herzlich willkommen zu Ansichtssache Hamburg.

00:00:16: Hallo

00:00:16: Liz!

00:00:19: In Hamburg war in den vergangenen Wochen wieder einiges los – Zeit also gemeinsam auf die Themen- und Meldung des Monats zurückzublicken.

00:00:26: Was hat die Stadt bewegt?

00:00:28: Worüber wurde diskutiert und wie blickt ihr beide darauf?

00:00:32: Und los geht's….

00:00:34: Die erste Meldungen der Tod von Klaus Michael Kühne.

00:00:38: Der Hamburger Unternehmer und Milliardär Klaus-Michel Küne ist im Alter von neunundachtzig Jahren gestorben.

00:00:44: Er prägte Hamburg als Investor, lebte und versteuerte sein Vermögen jedoch seit Jahrzehnten in der Schweiz.

00:00:51: Ist mit Klaus Michael Küne ein Wohltäter oder ein Steuerflüchtling gestorbt?

00:00:55: Naja,

00:00:57: ein bisschen natürlich beides.

00:00:58: aber andererseits darf man ja auch wohnen wo man möchte schon lange auch Geld in Hamburg investiert, soweit ich das Überblicke vor allem beim HSV.

00:01:11: Lange Zeit und dann hat er mal Habag-Leut gekauft und also eine Konstruktion geschaffen, dass auch die Freie und Handelstadt beteiligt ist und zuletzt das Geld für die Oper eine ziemlich große Summe, die hoffentlich offen nach oben ist, weil meistens brauchen wir so Opernbauten sehr lange.

00:01:33: Ja, da bin ich mal gespannt was daraus wirkt und ob sich an dem Plan vielleicht noch etwas verändert.

00:01:39: Ich glaube das ist ja sowieso eine ziemlich umstrittene Konstruktion auch gerade mit der Opa in der natürlich viele Wahrheiten auch da sind.

00:01:48: also einerseits gab es dann viel die Stimmen ist.

00:01:52: Wir haben doch schon ne Opa.

00:01:53: andererseits ist diese Opa dringend renovierungsbedürftig Und die Kosten würden noch viel höher explodieren als wenn man eine neue baut.

00:02:02: Gleichzeitig ist mein Gefühl auch, dass es nicht das richtige Signal wäre mit Senaten zu sagen wir wollen euer Geld nicht.

00:02:10: Die Kultur ist auf private Unterstützung angewiesen.

00:02:13: gerade in Zeiten von Kulturkürzung von denen in Deutschland, wie in Hamburg bis jetzt am limpligsten davon kommen muss man sagen.

00:02:21: Ja das

00:02:22: stimmt aber gleichzeitig hätte man natürlich trotzdem bevor man die neue Oper schon mal plant genau die Kosten für die Sanierung der alten Oper und auch vor allem den Umgang.

00:02:32: was wird man eigentlich mit der alten Ober machen?

00:02:36: Das ist ja noch nicht so ausgereift.

00:02:38: also Tatsache es schon dass er damit Extrem mit dem vielen Geld hat er schon ordentlich manipulativ auch eingegriffen in so ein Entwicklungsprojekt.

00:02:49: Absolut, ja.

00:02:51: es ist dann natürlich sowieso immer so eine Frage inwieweit man die Summen, die dann kommen als eine Wohltäterschaft nach Steuerflucht, nach generell einem Anhäufen von Milliarden während viele Menschen in Lohnarbeit Die sind Reichtum ja eigentlich erst ermöglichen und mit sehr viel weniger Geld nach Hause gehen.

00:03:14: Insofern ist es ein sehr komplexes Thema, trotzdem glaube ich wird die Kunst in Zukunft viel auf private Unterstützung angewiesen sein und das sozusagen abzulehnen aus einem Stolz heraus ist auch nicht der richtige Weg.

00:03:32: also die Gelder die dann kommen zurückkommen sollen.

00:03:36: Wir kommen jetzt zu neuen Sternenbrücke.

00:03:38: Im August wurde das Ausmaß der neuen Sternbrücke erstmals richtig sichtbar, Der massive Stallbau prägt nun das Bild rund um die Stresemannstraße und sorgt weiter für Diskussionen über Stadtbildlärm und den Verlust von Clubs und Gebäuden.

00:03:52: Seit dem einunddreißigsten August rollen nun auch die ersten Züge über das neue Bauwerk.

00:03:58: Hat Hamburg hier modernisiert oder einen Stadtteil kaputt gemacht?

00:04:02: Das ist ja mein Stadtteil.

00:04:03: ich wohne... Direkt daneben, ich wohne direkt neben der Sternbrücke sozusagen.

00:04:10: Ich muss schon zugeben als das so gebaut wurde und ich da jeden Tag dran vorbeigelaufen bin habe ich da sehr viel hingeguckt und fand es schon spektakulär wie das Ding aufgebaut wurde und war sogar ein bisschen traurig dass ich mir nicht angucken konnte wie es transportiert wurde weil ich das schon spannend fand.

00:04:29: Mehr dann aber auch nicht.

00:04:32: Also ich finde, für den jetzt wo es steht die ganzen wundervollen Clubs, die da waren weg sind... Ich bin ganz glücklich dass ich noch mal in der Astra Stube spielen konnte bevor sie zugemacht hat und trotzdem ist da natürlich ein... also eigentlich habe viel Zeit an diesen Orten verbracht und da weint schon etwas sehr doll in mir.

00:04:58: Also ich muss sagen, dass ich so ein bisschen erstaunt war über den Schrecken.

00:05:02: Dass diese Sternbrücke so unfassbar monumental ist und muss man ja ganz ehrlich sagen auch nicht besonders schön.

00:05:10: Und dazu kommt noch Fragen wie was wird da vom Stadtteil ruiniert?

00:05:17: Aber das wussten wir hier alles schon!

00:05:19: Ich meine in den Medien wurde spätestens seit zweitausend vielleicht habe ich auch nicht gut gegoogelt Aber spätestens zweitausend darüber diskutiert, dass das ein ziemlich fundamentaler Eingriff in den Bezirk sein wird und ist ja auch klar so groß, so monumental müsste eine Brücke nicht eigentlich sein.

00:05:40: Aber das ist ja trotz Kritik schon in der Planungsphase wurde es eben so durchgezogen und ... Also neben dem, dass Clubs verschwinden haben hat er fast so ein bisschen das Gefühl der ganze Stadtteil Schrumpf durch diese riesige Brücke.

00:06:00: Wenn man die Straße runter schaut ist es wirklich ein sehr viel stärkerer Eingriffen.

00:06:07: auch ich habe mir das am Anfang versucht zu vorzustellen wie das wohl aussehen wird und dachte ach guck mal da mit diesem Kirchturm Eisenbauwerk dazwischen, das könnte doch vielleicht sich irgendwie ergänzen.

00:06:21: Also so mit einem hoffnungsvollen Blick.

00:06:23: Vielleicht wird es nicht so schlimm, die Wahrheit ist ich sehe den Kirchsturm einfach nicht mehr und jetzt ist eine Röcke.

00:06:29: Es ist schon krass!

00:06:32: Jetzt kommen wir zum Abriss nach Einsturzgefahr an der Holzenstraße.

00:06:37: Im August wurde der hintere Teil des Wohnhauses Holzenstrasse hundertfünfundneunzighundertsiebenundneunzlich abgerissen.

00:06:43: Die Bewohner hatten ihre Wohnungen zuvor kurzfristig verlassen müssen und konnten ein Großteil ihres Hab-und-Guts nicht retten.

00:06:51: Inzwischen wird auch über die Verantwortung des Eigentümers und Konsequenzen für die Kontrolle von Wohngebäuden diskutiert.

00:06:58: Hat hier der Eigentümmer versagt oder sind die Gesetze zu luschig?

00:07:04: Also auf jeden Fall hat er Eigentömer versackt, Die Gesetze in Sachen Baukontrolle sind wahrscheinlich nicht ganz so lustig wie das Versagen des Eigentümmers, aber das kann ich nicht genau beurteilen weil ich diese Gesetzen nicht kenne.

00:07:17: Aber was interessant ist fast schon eine Hamburger Insel dass schon wieder ein Haus geräumt wird ohne dass die Mieter in ihr Hab und Gut mitnehmen können.

00:07:30: Das ist für mich vollkommen rätselhaft, also wenn das jetzt ... Ist ja auch nicht zusammengebrochen nachdem alle sehr plötzlich rausgebracht wurden.

00:07:39: Sondern es wurde dann abgerissen und solche Fälle hatten wir schon öfters.

00:07:44: Für mich ist das wirklich ein Wahnsinn!

00:07:46: Und ich finde auf jeden Fall, dass man das juristisch prüfen muss.

00:07:50: Bewohnerinnen natürlich all ihr Hab und Gut erstattet bekommen müssen, was ich gar nicht weiß.

00:07:56: Ob das der Fall ist?

00:07:57: Ich hab auch noch gehört, dass sie in so Wohnungen umquartiert wurden oder es Wasser leider ein bisschen bleihaltig ist ... Ich hoffe, das stimmt nicht!

00:08:06: Aber das habe ich aus der Hamburger Gerüchte gehört.

00:08:10: Ja,

00:08:10: ich glaube, dass der Wasseranschluss neu gebaut werden muss damit es das nicht ist.

00:08:14: Das ist schon mal ein Leerstand, in den's reingeht.

00:08:17: Bin aber auch nicht zu sehr im Bilde.

00:08:19: ein massives Versagen oder beziehungsweise sicherlich auch eine Inkaufnahme.

00:08:25: Wir haben ja immer mal wieder die Situation, dass man das Gefühl bekommt, dass gerade denkmalgeschützte Gebäude in Hamburg vermieter hat, wo man fast das Gefühl bekommen sie warten darauf, dass es so baufällig ist, dass dann abgerissen werden muss.

00:08:43: und ich sage mal Beispiel Schilleroper Wo immer weiter man auf diese Konstrukte guckt und denkt, es ist so schade.

00:08:52: Und man spürt das eigentlich die Stadt oder die Menschen in der Stadt da irgendwie... Also man bekommt das Gefühl dass es einfach egal ist und der Mensch das zusammenleben.

00:09:04: Ich erinnere mich an also das Studium, in dem ich viel Musik gemacht habe war in den Heide vor ein paar Jahren.

00:09:13: dieser Komplex explodiert ist.

00:09:15: Unser Studio war nicht mittexplodiert, aber wir durften es... Ich weiß nicht ob ihr das erinnert?

00:09:21: Da gab's diese große Explosion und wir durften nicht mehr rein!

00:09:24: Und unsere ganze Arbeit war da drin, unsere Instrumente waren da drinnen und einen massiver Verlust und ich weiß daher noch so ein bisschen wie sich anfühlt und das ist nur auf Arbeit bezogen.

00:09:37: Also kreative Arbeit was natürlich schon ein einschneidendes Erlebnis ist.

00:09:43: Aber hier geht es sozusagen um das ganze Leben von Menschen, dass in einer Wohnung ist und wie sich das anfühlen muss kann ich mir gar nicht vorstellen.

00:09:53: Ja ganz schrecklich!

00:09:55: Ganz schrecklig ja.

00:09:57: Das ist echt

00:09:57: eine

00:09:59: sehr problematische Sache auch vielleicht also außerordentlich unangenehme Ausformung einer gewissen Gear von Investoren und Besitzern, von Meatshäusern.

00:10:12: anders kann ich mir das nicht erklären.

00:10:14: Erst diese Verrottung, die es sofort raussetzt und dann

00:10:16: abreißen.".

00:10:18: Ja also dass man so... Das ist sozusagen so lange... Also man hat ja Anzeichen.

00:10:26: Es ist gar nicht so, dass mein Hopperler... Jetzt müsst ihr alle raus, weil jetzt ist Lebensgefahr.

00:10:31: Also der Weg dahin ist ja einer, der in Kauf genommen wird und das ist für mich der größte Skandal, weil sozusagen das Leben der Menschen die dort sind so unempartisch fast fühlt sich an als würde es wertlos betrachtet in den Zahlen nicht relevant und das finde ich ein absoluter Skandal.

00:10:58: Willkommen zum nächsten Thema.

00:11:00: Der FC St.

00:11:01: Pauli sucht eine neue Stadion-Hymne Nachdem das Herz von St.

00:11:30: Irgendwann ist jede Tradition geschaffen worden, oder generell was Traditionen betrifft finde ich muss man immer wieder überprüfen ob die in Ordnung sind.

00:11:41: Nur weil sie lange gemacht werden, ist eine Tradition nicht wertvoll oder zeitgemäß.

00:11:45: Das ist für mich kein Indikator dafür, dass etwas erhalten bleiben muss.

00:11:50: Ich finde so da eine Aufmerksamkeit zu haben und zu sagen hey irgendwie passt das nicht zu uns?

00:11:57: Es passt nicht zu unserem Bild!

00:11:58: Und wir wollen was anderes aussagen und wir trauen uns mit der Tradition zu brechen und was Neues zu gehen.

00:12:06: Find ich erst mal einen super starken Weg Und dabei dann auch noch die Fans mit einzubeziehen und zu sagen, lass uns doch gemeinsam entscheiden.

00:12:15: Was wollen wir eigentlich das unsere Tradition ist?

00:12:18: Wofür stehen wir?

00:12:19: Was sind wir gemeinsam als Verein?

00:12:21: Top Weg finde ich super!

00:12:23: Also ich würde erst mal sagen, Traditionen per Abstimmung schaffen kann man natürlich nicht.

00:12:28: Klar kann man das nicht weil eine Abstimmung ist ja erstmal ein ganz aktuelles Ergebnis.

00:12:33: Rein theoretisch kann natürlich aus der Abstimmung wenn es in der neue Song dann hundert Jahre gespielt würde ne Tradition werden.

00:12:41: Eigentlich eine tolle Idee, Partizipation finde ich alles super.

00:12:44: Ich kenne aber die schöne Geschichte aus dem Talierarttheater damals unter Joachim Luxe.

00:12:49: Der hat den Karl Hegemann engagiert der eigentlich ein langjähriger Schlingensieftramaturg war und der Hegeman sollte dann per Volksabstimmung also Abstimmung von den Menschen, von den Zuschauenden.

00:13:01: die sollten ein Stück aussuchen, was sie alle haben wollen.

00:13:04: Und dann gab es halt riesige Befragungen und am Schluss war das ein totaler Flop, weil dem Luchs in der Dramaturgie hat dann das Stück nicht gefallen usw.

00:13:12: Also das muss man dann halt gucken, wer bei so diesem Partizipationsprozess ausruft?

00:13:16: Dann müssen Sie am Schluss natürlich auch zu den Songs stehen, der da kommt egal ob sie den Cool oder Uncool finden!

00:13:23: Ja, da muss man sich auch vorher fragen ob man selber eigentlich die Offenheit hat.

00:13:28: Da sehe ich in der Kultur oft das Gefühl dass die Kulturschaffenden eigentlich das Gefühl haben sie wissen viel besser was geil ist als die Menschen die konsumieren.

00:13:42: und das ist ein Teil noch gut weil es kann visionär sein und in Teilen ist es einfach realitätsfremd.

00:13:49: Jetzt die letzte Nachricht Mit einer Jubiläumsnacht für sechshundert Gäste.

00:14:02: Neben versteigerten Tickets und Spenden für kleine Wunder eV werden auch hundert Menschen eingeladen, die sich den Besuch sonst nicht leisten könnten.

00:14:12: Die Frage hat Hamburg zu wenig Attraktionen das ausgerechnet eine Modelleisenbahn so ein großer Touristenmagnet wird?

00:14:21: Also ich würde erst mal sagen, diese sechshundert Gäste ist ja jetzt erstmal noch nicht die größte Touristenaktion.

00:14:27: Aber das Miniatur Wunderland hat ja so was wie eins Komma Sechs Millionen Zuschauende pro Jahr.

00:14:34: Das ist natürlich enorm und Ich würde nicht sagen, dass Hamburg zu wenige Attraktionen hat.

00:14:40: Wir sind ja hier auch im Interview bei dir als auch mit Befeuerer von Attraktion für Hamburg.

00:14:47: Also wir hatten gerade das Sommerfest, da kamen zuletzt nach dreitausend Leute die alle in Erinnerung geschwelkt haben weil wir bald anfangen zu bauen.

00:14:56: aber das Miniatur Wunderland ist für mich die bewundernswerteste Gelddruckmaschine ins Sachen Kultur, die diese Stadt hat.

00:15:03: Und ich bewunder auch die beiden Brüder, dass sie das so hingekriegt haben.

00:15:06: Weil es ist tatsächlich ein Projekt ... soweit ich das überblicke.

00:15:10: Ich überblick's schon wieder nicht ganz genau.

00:15:12: Gibt sowas nirgendwo in der Welt und das ist schon genial und die Menschen strömen.

00:15:16: Und ich war manchmal auch da, wenn irgendwelche internationalen Gäste, die bei uns auf der Bühne spielen, sich das auch angucken wollen.

00:15:23: Das ist wirklich mega bekannt und das is schon toll!

00:15:26: Und bewunderswert und wird immer weitergeführt.

00:15:28: also... Ich bin schon ein

00:15:30: Fan.".

00:15:31: Ich finde, das ist eine ganz tolle Sache.

00:15:35: Erstmal muss ich sagen... ...ich find auch das was es macht toll!

00:15:41: Weil jetzt unabhängig davon was sie machen zum Beispiel für Menschen die sich nicht leisten können und dass die alle kommen können, das finde ich eine super Sache.

00:15:49: Und wenn man den schreiben kann, das wünsche ich mir von vielen mehr Orten, dass das einfach ganz normal ist, dass man sagt hey wir sind irgendwie ein gesellschaftliches Miteinander Wir können als Betrieb bestehen und Menschen den Zugang schaffen, weil andere Menschen bereit sind dafür Geld zu zahlen.

00:16:11: Und das finde ich einfach erst mal generell für Kultur ein Super herangehensweise!

00:16:18: Andererseits finde auch dass dieses Miniaturwunderland jedes Mal dieser Blick auf eine Miniatuurwelt erschafft ja eine Draufsicht auf unsere Welt.

00:16:29: Also man steht da und guckt sich im Klein an, was passiert.

00:16:33: Was man eigentlich sonst von innen nur betrachtet?

00:16:37: Und ich finde das hat... Das macht auch was Schönes mit einem, sich das anzuschauen.

00:16:43: Also zu gucken okay und immer wieder zeitaktuelle Phänomene aufzugreifen.

00:16:48: Es sein jetzt irgendwie Verschwörungsmythen oder so.

00:16:51: ich finde es super.

00:16:52: Und ganz ehrlich eine Sache muss man sagen Daniel Auch wenn bei uns natürlich und bei euch auch öfter mal Schlangen sind Wenn so am schönen Frühlingstag da diese lange Schlange vom Miniatur Wunderland sieht dann kann man manchmal auch ein ganz kleines bisschen leidisch werden

00:17:07: Absolut.

00:17:08: Also ich habe Hochachtung vor dem, was die da geschaffen haben und dass das aufrechterhalten ist über eine so lange Zeit, dass es nicht sich einmal irgendwie jetzt... Das ist ja kein kurzzeitiger Hype sondern das ist einfach einer anhaltende Faszination, nachdem so diese private Miniatur-Begeisterung glaube ich aus ihrem Hype schon lange weg ist.

00:17:35: Also ich persönlich habe jetzt keine Freundinnen mit einer Miniatureisenbahn im Keller.

00:17:41: Ich hab glaub ich aber auch keine Freundinnen mit Keller!

00:17:44: Das ist doch eine andere Sache... Aber ich finde das super.

00:17:50: Wir kommen jetzt zur Rubrik Hamburg-Knigge.

00:17:53: Zwei Fragen haben wir jeweils vorbereitet.

00:17:56: Amelie, du liest die erste vor?

00:17:59: Muss man im Treppenhaus jeden Nachbarn grüßen?

00:18:02: Mache ich auf jeden Fall!

00:18:03: Ich

00:18:06: würde immer jeden nach... Ich habe aber auch echt liebe Nachbaren.

00:18:09: Aber ich muss zugeben, ich hab gestern mit meinem Bruder, der lebt in München telefoniert, er will sich jetzt ein Haus kaufen irgendwo in der Pampa was ich gar nicht verstehe und hat gesagt wegen den Nachbahren, die ich einmal in der Woche treffe muss ich nicht in der Stadt wohnen.

00:18:24: Ja, ich habe ein ganz gutes Verhältnis.

00:18:27: Unter mir wohnt mein Tatenkind und so.

00:18:31: Ich hab früher in einem Haus an der Stresemannstraße gewohnt.

00:18:34: Da hatten wir über die Jahre irgendwann fünf Wohnungen aus dem Freundeskreis in einem Hause nach und nach besetzt, also bewohnt, so rum.

00:18:47: Und das war mega schön, weil man super viel zusammen macht.

00:18:49: Es kommt auf einmal So ein Community-Gedanke, den ich oft in der Stadt vermisse.

00:18:57: Dass die Kinder einfach so miteinander sein können und so wie ich das irgendwie noch aus dem Vorstadt kennen, weißt du?

00:19:04: Ich bin da ja in Bergedorf aufgewachsen im Bohrberg und da waren wir immer einfach... Die Nachbarschaft war zusammen unterwegs und man hat sich so ... Und das vermisse ich schon ein bisschen für meinen Sohn in der Stadt, muss ich sagen.

00:19:18: Dass man so was selber erzeugen kann durch House-Communitys finde ich eigentlich cool.

00:19:23: Daniel die nächste Frage würdest du vorlesen?

00:19:26: Darf man im Restaurant getrennt zahlen wenn man zu zehnt ist?

00:19:31: Auf jeden Fall!

00:19:33: Es kommt ganz drauf an welche zehn Leute da sitzen.

00:19:35: Manchmal kann man zahlen aber man kann auf jeden Fall auch getrenn zahlen.

00:19:41: Ich tue mich mit diesem Moment immer schwer, muss ich sagen.

00:19:44: Also dieses... Ich finde es- also ich bin selten zu zehnt irgendwie bei einem Essen wo's nicht auf irgendeine Art und Weise dann eh klar ist.

00:19:56: Wenns ein Geburtstag ist passiert das halt selten.

00:19:59: Weißt du, dass man dann getrennt zahlt?

00:20:03: Ansonsten bin ich schon einen Fan davon.

00:20:05: heute zahl' ich morgens als du!

00:20:09: Wir kommen nun zur unserer Abschlussfrage Wo gibt es in Hamburg die besten Franzbrötchen?

00:20:14: Ich mach zuerst, ich mag leider keine Franzbrödchen.

00:20:17: Das ist mir viel zu süß und jetzt mit der Zuckersteuer wird's auch viel zu teuer.

00:20:21: Ich bin da draußen und weiß es

00:20:22: nicht.".

00:20:24: Ja das könnte unser erster großer Disput sein, Amelie!

00:20:29: Ich bin ein großer Franzbröttin-Fan – ich bin aber auch seit sehr vielen Jahren Veganer.

00:20:34: Und dementsprechend mag ich sehr gerne Beim Schanzenbecker dieses Schoko-Fransbrötchen, dieses Veganer.

00:20:42: Ich finde es ist ein ausgezeichnetes Fransbrötch und ich esse wahrscheinlich schon fünf die Woche!

00:20:49: Ich gehe's mal probieren.

00:20:52: Vielen

00:20:52: Dank für das schöne Gespräch mit euch beiden.

00:20:55: Das war Ansichtssache Hamburg mit Amelie Deufelhardt und Daniel Schitter.

00:20:59: Vielen dank fürs Zuhören.

00:21:00: einen schönen September Und bis zum nächsten Mal.

00:21:03: Wir hören uns im Oktober wieder.

00:21:05: Bis dann Tschüss.

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